Wie können aus Gefühlen, persönlichen Interessen und Sprache kreative Texte entstehen? Dieser Frage gingen die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen bei einem besonderen Schreibworkshop mit dem Autor und Spoken-Word-Künstler Henrik Szántó nach.
Im Rahmen der Interkulturellen Woche besuchte Henrik Szántó gemeinsam mit dem Kommunalen Integrationszentrum unser Rahel-Varnhagen-Kolleg. Unter seiner Anleitung wurden die Teilnehmenden selbst kreativ und entdeckten, wie viel Ausdruckskraft in ihren eigenen Gedanken und Erfahrungen steckt.
Im Mittelpunkt des Workshops standen Gefühle. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich mit ihren Emotionen auseinander und fanden eigene Wege, diese sprachlich auszudrücken. Dabei verbanden sie das Fach Deutsch mit ihren persönlichen Interessen. So entstanden Texte, die nicht nur kreativ, sondern auch individuell und authentisch waren.
Besonders spannend war die Arbeit mit Sprache: Die Teilnehmenden erfanden neue Wörter und gaben ihnen eine eigene, schöne und teilweise überraschende Bedeutung. Dadurch wurde deutlich, dass Sprache nicht festgelegt sein muss, sondern Raum für Fantasie, Persönlichkeit und neue Perspektiven bietet.
Auch die unterschiedlichen sprachlichen Hintergründe der Gruppe waren ein wichtiger Teil des Workshops. Mehrsprachigkeit wurde nicht als Hindernis, sondern als Stärke verstanden. Die verschiedenen Erfahrungen und Sprachen bereicherten den kreativen Prozess und machten die entstandenen Texte besonders vielfältig.
Der Workshop zeigte: Kreatives Schreiben kann mehr sein als Grammatik und Rechtschreibung. Es kann helfen, Gefühle sichtbar zu machen, eigene Interessen auszudrücken und ganz neue Welten mit Worten zu erschaffen.
Worte schaffen neue Welten
Anise Anlamaz, R4a
